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Empty Images Unikate - D VERK. Empty Images 2001 - D WAS MACHT EIN TANNENBAUM ALLEIN MACHT - PL VERK. Georgi1 - D VERK. Georgi2 - D VERK. Georgi3 - D VERK. Georgi4 - D VERK. Georgi5 - D VERK. Georgi5b - D VERK. Georgi6 - D STARTSEITE-DA K T U E L L E S Willkommen auf den Seiten der Online-Galerie INTERVENTUR.de. Hier finden Sie Informationen zum Leben und Werk des Künstlers Roland Schefferski, einen Überblick über vergangene und aktuelle Projekte sowie Veröffentlichungen und künstlerische Positionen Schefferskis. ROLAND SCHEFFERSKI BIOGRAFIEPROJEKTEPUBLIKATIONENVERKAUFSGALERIEKONTAKT/IMPRESSUM INTERVENTUR DE EN PL Aus dem Leben von EuropäernDie Intervention von Roland Schefferski mit dem Titel „Aus dem Leben von Europäern“ begann im Dezember 2011 in Städten, die sich in Nachbarschaft der deutsch -polnischen Grenze befinden. Sie findet in den ausgewählten öffentlichen Bibliotheken solcher Städte, wie z.B. Frankfurt (Oder), Guben, Słubice, Szczecin, Zielona Góra, Zittau usw. statt. Ohne Zeitlimit wird dort seine Intervention bis zur Ausschöpfung der Auflage seiner „Botschaften“ fortgesetzt, die in die Bücher und Zeitschriften hineingelegt werden. Auf den einzelnen Blättern sind, versehen mit einer kurzen Information, ausgewählte Motive der Glasdiapositive der Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin aus der Vorkriegszeit abgebildet worden. Diese Intervention im öffentlichen Raum der erwähnten Städte unter der Verwendung solch unkonventioneller Mittel verhilft Schefferski dazu, wie er selbst sagt, „ihre Einwohner auf eine unaufdringliche Art und Weise zu erreichen und ihr Interesse für die Problematik dieses Projektes zu erwecken. Als Empfänger meiner Botschaft will ich sie zur Reflexion über Erinnerungskultur anregen, aber auch auf die Gefahr aufmerksam machen, dass ein solches Gedenken auch politischen Gründen instrumentalisiert werden kann.“ Zur Realisierung seines aktuellen Projekts inspirierten Roland Schefferski die als verschollen geglaubten Glasdiapositive der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Ein Teil dieser Glasdiapositivsammlung ist erhalten geblieben und befindet sich gegenwärtig im Besitz des Lebuser Landesmuseums in Zielona Gora in Polen. Diese Diapositive entstanden um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und wurden für Forschungszwecke genutzt. Ihre Motive sind zum Beispiel Porträts, Landschaften, die Architektur von Synagogen sowie Kunstwerke und Sehenswürdigkeiten quer durch die Kunstgeschichte. Die Bilder zeigen auch Szenen aus dem Leben dieser europäischen Bürger in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bild und kulturelles Gedächtnis stehen seit längerer Zeit im Zentrum von Schefferskis künstlerischem Interesse: "Wir brauchen Erinnerungen, um uns definieren zu können. Dank ihnen sind wir in der Lage zu erkennen, wer wir sind. Auch die Bedeutung von Bildern ist nicht zu unterschätzen. Die gesellschaftlich etablierten Bilder beeinflussen unsere Erinnerungen. Und Erinnerungen wiederum durchdringen Bilder, die wir in uns tragen und verschmelzen mit ihnen." Schefferski sagt, es interessiere ihn "wie durch diese Transformation von Bildern und Erinnerungen ein Bezug auf das kulturelle Gedächtnis der Gesellschaft entsteht. Wie und mit welchen künstlerischen Mitteln kann ich in diesem Zusammenhang die Betrachter zur Reflexion über die Bedeutung der Bilder und Erinnerungen anregen? Wie kann man etwas sichtbar machen, was unwiderruflich verlorengegangen ist?" Bild und ErinnerungDie eigentliche Idee zu diesem Projekt knüpft an das in uns so präsente "kulturelle Gedächtnis" an und öffnet sich für den Diskurs zum Thema Erinnerungskultur, möchte zumindest den Weg dorthin weisen. "Die Möglichkeit einer solchen Erinnerungskultur sehe ich dann gegeben, wenn sie nicht ideologischen Manipulationen unterliegt, aber auch keine Art erzwungener Zelebrierung ist", so Schefferski. Mit diesem Projekt wird der Umgang mit der Geschichte und Kultur der jüdischen Einwohner Mitteleuropas befragt. Unter dem Stichwort Erinnerungskultur findet in Deutschland die Auseinandersetzung mit dem Genozid an den Juden in der Zeit des Nationalsozialismus statt. In diesem Zusammenhang wird jedoch meistens nicht das eigentliche Subjekt (die jüdischen Europäer), sondern überwiegend ihre physische Vernichtung thematisiert. Schefferski: "Mich interessiert, warum zeigt man hauptsächlich Bilder ihrer Exterminnation und gibt so wenig den Blick auf das frei, was hier eigentlich vernichtet wurde? Solange wir Kultur dieser Menschen nicht ausreichend kennen und sie nicht als Beitrag zur Bildung unserer europäischen Identität verstehen, können wir ihre Vernichtung nicht als Verlust begreifen." Im Prozess der immer noch notwendigen Beschäftigung mit diesem Thema ist eine neuartige Herangehensweise wichtig, die uns verhilft zu verstehen, was mit diesen Menschen verloren gegangen ist - und mit ihrer Kultur. Aus dieser persönlichen Erkenntnis resultiert für Schefferski die Frage: Mit welchen künstlerischen Mitteln und auf welche Weise kann diese Auseinandersetzung eine adäquate Form annehmen? Ich halte es für wichtiger bei den Rezipienten das Interesse für diese Kultur zu wecken, anstatt ihnen irgendwelche Bilder aufzuzwingen." Geschichte und ErkenntnisKollektives Gedächtnis beeinflußt uns bei der Suche nach der eigenen Identität. Identitäten bilden sich aus dem kollektiven Erinnern und dem kollektiven Vergessen. Nicht selten ist das, was wir für Geschichte halten, eine Ansammlung von Stereotypen, die vor allem unsere Vorstellung der Vergangenheit beinhalten. Geschichte besteht also auch aus den in unserer Phantasie produzierten Geschichten. Kollektive Wahrnehmung beeinflußt oft unsere subjektive Wahrnehmung, und die Wahrnehmungsmuster ergeben sich dabei aus einem Zusammenspiel des persönlichen Gedächtnisses und der gemeinsamen, kollektiven Erinnerung. Im Rahmen des Kollektiven bilden sich die Elemente des individuellen Gedächtnisses. Durch symbolisch besetzte Bilder können unsere Erinnerungen unterwandert werden und dieser Einfluss auf die Erinnerungskultur kann zu ihrer Instrumentalisierung führen."In meinem Projekt geht es nicht nur um die Frage nach historischer Wirklichkeit, also nach historischer Erkenntnis sondern primär um eine persönliche Erkenntnis des Rezipienten, die dank der Imagination und emotionaler Anteilnahme zustande kommen kann. Und es geht weniger um das Bild der jüdischen Kultur, sondern mehr um die Vorstellung, die wir davon haben. Diese unter anderem aus falschen Vorstellungen bestehenden Stereotype müssen in Frage gestellt werden. Sonst tragen sie dazu bei, dass diese verzerrten Bilder erhalten bleiben und hindern uns dabei eigene unverfälschte Erkenntnisse zu gewinnen. Ich suche einen Weg zu unserer gemeinsamen Geschichte, einer Geschichte, die uns Europäer miteinander bis heute verbindet.“, sagt Roland Schefferski. Alle Abbildungen mit freundlicher Genehmigung des Lebuser Landesmuseums in Zielona Góra, Polen. Eine Liste der an diesem Projekt beteiligten öffentlichen deutschen und polnischen Bibliotheken wird demnächst an dieser Stelle veröffentlicht. Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. |