INTRO - D/E/PL STARTSEITE-D MONEY IS NOT EVERYTHING (D) STARTSEITE-ENG STARTSEITE-PL BIOGRAFIE-D Meta-Weiß BIOGRAFIE-D (2) BIOGRAFIE- ENG BIOGRAFIE- ENG (2) BIOGRAFIE- ENG (3) BIOGRAFIE-PL BIOGRAFIE-PL (2) BIOGRAFIE-PL (3) PROJEKTE - D PROJEKTE - ENG PROJEKTE - PL PUBLIKATIONEN I - D PUBLIKATIONEN I - PL PUBLIKATIONEN IIa - D PUBLIKATIONEN IIa - PL PUBLIKATIONEN IIb - D PUBLIKATIONEN IIb - PL PUBLIKATIONEN III - D PUBLIKATIONEN III - PL KONTAKT/IMPRESSUM - D KONTAKT/IMPRESSUM - PL HAFTUNGSAUSSCHLUSS HAFTUNGSAUSSCHLUSS - ENG AGB A ROOM - ENG A ROOM - ENG (2) AUSGELÖSCHTE BILDER - D AUSGELÖSCHTE BILDER - PL BERLINER - D BERLINER - PL BERLINER - ENG BERLINER VIDEO BESTANDSAUFNAHME - D BESTANDSAUFNAHME - D (2) BESTANDSAUFNAHME - D (3) BESTANDSAUFNAHME - D (4) BESTANDSAUFNAHME - D (5) BESTANDSAUFNAHME - PL BESTANDSAUFNAHME - PL (2) BESTANDSAUFNAHME - PL (3) BESTANDSAUFNAHME - PL (4) BESTANDSAUFNAHME - PL (5) BILDERTAUSCH - D DAS BETRIFFT DICH - D DAS BETRIFFT DICH - ENG DAS BETRIFFT DICH - PL DAS BETRIFFT DICH VIDEO - D ENKLAVE - D FRAGMENTATION OF MEMORY - D FRAGMENTATION OF MEMORY - PL FRAGMENTATION OF MEMORY - PL (2) FRAGMENTATION OF MEMORY - PL (3) GESPRÄCH IM GRÜNEN BEREICH MACH DIR DEIN EIGENES BILD MEDIATIONS - ENG NOT JUST THE BODY - D REKONSTRUKTION - D RETURN TO SENDER - D RETURN TO SENDER VIDEO - D THEY'VE JUST PULLED OVER THEY'VE JUST PULLED OVER - ENG UNSER GARTEN - D UNSER GARTEN VIDEO - D VIER TAGE LINZ - D VERKAUFSGALERIE - D VERK. Empty Images Unikate - D VERK. Empty Images 2001 - D WAS MACHT EIN TANNENBAUM ALLEIN MACHT - PL VERK. Georgi1 - D VERK. Georgi2 - D VERK. Georgi3 - D VERK. Georgi4 - D VERK. Georgi5 - D VERK. Georgi5b - D VERK. Georgi6 - D MONEY IS NOT EVERYTHING (D)DAS GELD LIEGT AUF DER STRASSE „Die global tätige Industriewirtschaft nimmt dem Geld seinen herkömmlichen Materialwert, reduziert es auf seine Funktion im Warentausch und verwandelt es damit in einen neutralen Dienstleister, der ihr effektiv, flexibel, schnell und über beliebige Entfernungen hinweg, also global zur Verfügung steht. Es ist offensichtlich, dass diese reine Zweckdienlichkeit des Geldes vom bindungslosen Individuum der Moderne längst verinnerlicht worden ist. Das einstige Ideal des aufgeklärten Menschen, die Autonomie, ist vom Geldsystem absorbiert worden." -- Michael Haerdter MONEY ISN'T EVERYTHING BIOGRAFIEPROJEKTEPUBLIKATIONENVERKAUFSGALERIEKONTAKT/IMPRESSUM INTERVENTUR DE EN PL Nach der Einladung zur Teilnahme am Passengers Festival in Warschau 2009 realisierte Roland Schefferski eine interaktive Kunstintervention im öffentlichen Raum der polnischen Hauptstadt. In dem Projekt „Money isnt everything?“ setzte er sich mit dem Thema der Finanzkrise und der Bedeutung des Geldes auseinander.Dem bekannten Sprichwort: „Geld alleine macht nicht glücklich“ zum Trotz avancierte Geld zum meistbegierten Gut. Gleichzeitig sind die erzielten Einkünfte oder der Besitzstand zum Maßstab des gesellschaftlichen Status' geworden. Methoden, die bei der Geldbeschaffung behilflich sind, scheinen gegenwärtig keine bedeutende Rolle zu spielen. Ungewöhnliche Bedeutung bekamen dafür Transaktionen, die man mit Hilfe des elektronischen Surrogats des Geldes durchführt. Dank der, seine Dematerialisierung beschleunigenden elektronischen Aufzeichnung, hat das Geld eine symbolische Form angenommen. Spekulationen ohne reale Deckung dienen nur der Geldvermehrung. Die aktuelle Entwicklung zeigt uns, dass wir uns schon längst auf dem besten Weg befinden von dem Geldsystem vollständig vereinnahmt zu werden. Wir jagen dem Geld nach und wollen immer mehr davon, aber Geld hält offenbar nicht, was es verspricht, was schon der römische Dichter Horaz wußte. Von ihm stammt der Satz: „crescentem sequitur cura pecuniam“ - „Dem anwachsenden Geld folgt die Sorge“. „Pieniądze szczęścia nie dają“ das polnische Äquivalent des zitierten Sprichworts wählte Schefferski als Frage für seine künstlerische Botschaft. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Zentrale des Weltfinanzmarktes in New York befindet, ließ Schefferski auf dem Revers auch seine englische Übersetzung „Money isn't everything“ aufprägen. Auf dem Avers neben den Namen der Stadt Warschau als der Ort, an dem er die Münzen verteilte, kam auch der Name der Stadt New York, wodurch diese Intervention eine zusätzliche symbolische Bedeutung bekam. Ähnlich wie in dem vorangegangenen Projekt „Das betrifft Dich“ 2005 in Frankfurt(Oder) entschloß sich Roland Schefferski, diese Intervention wieder mit Hilfe von Münzen durchzuführen. Er setzte sie als Träger seiner Botschaft ein. Auf den ersten Blick erinnerten diese Münzen an die sich im Umlauf befindlichen polnischen 1 Zloty und amerikanischen Vierteldollar-Münzen. Das Wort Pieniądze = Money wurde dabei absichtlich weggelassen, „ szczęścia nie dają?“, was in der polnischen Sprache eine zusätzliche Bedeutung hat: „Wird Glück nicht gegeben?“, „Kommt Glück nicht von allein?“. Durch die Fragestellung bekam sie eine leicht ironische Note verliehen, die vielleicht eher den Betrachter seiner Münze zu einer Reflexion darüber inspirierte.Im Verlauf dieser Intervention verstreute Roland Schefferski einige hundert Exemplare dieser Münze an möglichst vielen Orten in Warschau, als quasi „verlorene“ Münzen, um jedem Menschen, der sie findet, die künstlerische Botschaft zugänglich zu machen. Wichtig für den Künstler war dabei nicht nur das kunstinteressierte Publikum. Er wollte prinzipiell sowohl Einwohner als auch Besucher von Warschau mit seiner künstlerischen Botschaft erreichen. "Ich hoffe, sie mit Hilfe dieser Münzen auf eine sehr persönliche Weise angesprochen zu haben", sagt Schefferski, und: "Diejenigen, die unerwartet meine Münzen auf den Strassen von Warschau fanden, wollte ich auf unsere gemeinsame soziale Verantwortung aufmerksam machen, auf die Tatsache, dass Geld eben nicht 'alles' ist." Diese Botschaft beziehe sich sowohl auf die Gegenwart, als auch auf die Zukunft der Gesellschaft, sie hatte jedoch keinen belehrenden Charakter. In dieser Intervention setzte Schefferski zwar Geld als künstlerisches Medium ein, die Münzen jedoch dienten dabei lediglich als Träger seiner künstlerischen Botschaft. Nicht die Münzen selbst waren wichtig, sondern vor allem die auf ihnen aufgeprägte Inschrift. Die auf diese Weise entstehende symbolische Umwandlung und der Übergang aus dem Materiellen ins Immaterielle war ein wichtiger Aspekt dieser Intervention. Christoph Rasch Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. |