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Empty Images Unikate - D VERK. Empty Images 2001 - D WAS MACHT EIN TANNENBAUM ALLEIN MACHT - PL VERK. Georgi1 - D VERK. Georgi2 - D VERK. Georgi3 - D VERK. Georgi4 - D VERK. Georgi5 - D VERK. Georgi5b - D VERK. Georgi6 - D AUSGELÖSCHTE BILDER - DDas, was noch bis 1989 Kulturausdruck der DDR war, ist mittlerweile nichts als sentimentales Erinnerungsstück einer Epoche, von der sich heute 18jährige kaum noch ein Bild machen können. Sinnigerweise befindet sich der ganze DDR-Plunder im linken der beiden Ausstellungsräume des Ladens, während im rechten eher bürgerliche Möbelstücke und Nippsachen angeboten werden. In diesem Sammelsurium von Möbeln, Erinnerungsstücken und Kitsch hat der in Polen geborene und in Berlin lebende Künstler Roland Schefferski eine Installation integriert, die vielen Besuchern kaum auffallen wird oder erst auf den zweiten Blick. Dies ist ganz im Sinne Schefferskis, der mit dieser Installation ein Austellungsprojekt begonnen hat, das er in kommenden Jahren unter anderem in Danzig fortsetzen will. Das Gesamtprojekt trägt den Titel “Geschichte unserer Welt“ und wird jeweils neue Untertitel erhalten. Auch die zukünftigen Ausstellungen sollen nicht in Galerieräumen, sondern in einem Buchladen einem Antiquitätengeschäft und einem Secondhandshop stattfinden, denn Schefferski geht es um eine Gesamtsicht von Geschichte und Kunst und nicht um den knappen Ausschnitt ästhetischer Betrachtung. Marginal wirken die 16 Eingriffe, die er in Berlin vornimmt, und sie wirken gerade deshalb besonders einschneidend: Wie ein vertrocknetes Gehirn lagert in einem Zylinder ein Wurzelgeflecht. In einer Vitrine liegt die Ausgabe der britischen Zeitung „Sunday Dispatch“, die vom Überfall Nazi-Deutschland auf die Tschechoslowakei berichtet, unweit entfernt die Sonderausgabe der „Berliner Morgenpost“ zum Mauerbau am 13.8.1961. „Zehn Gebote“ nennt Schefferski eine Intervention, die aus zehn Seidentüchern mit Porträt von Karl Marx besteht, die unter einem Glassturz liegen; in einer alten Zigarrenschachtel befinden sich die verkohlten Überreste von Spielzeug und in einer Glasschatulle die gefaltete deutsche Fahne.All diese minimalen Eingriffe wirken wie Dispositive: Man sieht, was man weiß, übersieht vieles und steht, kaum dass man sich dessen bewusst wird, weniger in der eigenen Gegenwart als im Geschichtskontinuum und macht zusammen mit Millionen Zeitgenossen, die wie man selber kaum den Alltag überschauen, tatsächlich permanent Geschichte, empfindet das Gemachte dieser Geschichte jedoch nur in Ausnahmesituationen. Die angesammelten Gegenstände im Trödelladen sind stumme Resultate der Vergangenheit. Nur das Bewusstsein vermag diese Gegenstände zu aktivieren. Schefferskis Eingriff in den Alltag der Geschichte lässt nachdenken. Dies ist angesichts der allgemeinen Hyperaktivität (auch im Verdrängen) immerhin der Anfang zu einem Bewusstsein, das Geschichte wieder erlebbar macht, als etwas ineinander Verzahntes wahrnimmt und nicht nur als voneinander losgelöste Ereignisse betrachtet.Peter Funken AUSGELÖSCHTE BILDER Betritt man den Möbel- und Trödelladen des Briten David Kirby in der Graefestrasse in Berlin-Kreuzberg, so fällt den meisten Besuchern wahrscheinlich nur auf, dass es hier im Unterschied zu anderen Trödelläden DDR-Devotionalien en masse gibt: Vom Pionierhemd bis zur Marx-Büste aus Bronze, von FDGB-Urkunden, Parteiabzeichen und Thälmann-Teppichen bis Trabi-Reparaturbüchern und realistischen Ölschinken vom Fernsehturm bietet der Laden alles Mögliche, das nach der Wende überflüssig war und ausrangiert wurde. ROLAND SCHEFFERSKIAUSGELÖSCHTE BILDER BIOGRAFIEPROJEKTEPUBLIKATIONENVERKAUFSGALERIEKONTAKT/IMPRESSUM INTERVENTUR DE EN PL Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. |